„Mein Name ist…”

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Chemie, Geographie

28.04.2017 - 16.10.2017

„Mein Name ist…”

Sonderausstellung der Mineralogischen Sammlung der FSU Jena

Lernort:Mineralogische Sammlung der FSU Jena
Sellierstraße 6, 07745 Jena
Ansprechpartner: Dr. Birgit Kreher-Hartmann
Telefon: 03641-948714
Mail: Birgit.Kreher@uni-jena.de
Klassenstufe: 1-13
Hinweise:Die Ausstellung kann montags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich.

„Ach das ist aber schön, das Mineral ist ja nach Ilmenau benannt”. Fröhlich staunend kam dieser Satz aus dem Munde eines Besuchers. Ja, der Ilmenit ist nach einer Lokalität benannt, aber nach einem Gebirgszug des Südurals, dem Ilmengebirge. Oft fragen Besucher nach der Herkunft von Namen, nach der Bedeutung von Namen oder einfach, wer darf denn einen Namen vergeben. Auf diese Fragen gibt es in der neuen Sonderausstellung Auskunft.

Getrennt nach chemischen Eigenschaften, physikalischen Eigenschaften, speziell nach der Farbe, der Struktur, nach der Nutzung und nach Persönlichkeiten werden Beispiele aus der Mineralwelt gezeigt. Bei der Namensgebung nach Lokalitäten kann der Besucher fast auf Weltreise gehen, z.B. von der kanadischen Halbinsel-Labrador zum ostsibirischen Fluss Tschara und weiter bis zum Vesuv.  Natürlich gibt es auch ein paar klassische Minerale und ein paar Besonderheiten und Namenswechsel; die Ausstellung zeigt exemplarisch an etwa 250 Objekten, woher deren Namen kommen. Thüringer Bezüge werden dabei extra herausgehoben. So darf in Jena der Goethit natürlich nicht fehlen. Auch er hat eine wechselnde Zuordnung vom ästhetisch schönen „Rubinglimmer“ zur weit verbreitet auftretenden (wie sein Namenspatron weitgereist war) Eisenhydroxid-Ausbildung hinter sich.

Ergänzt wird die Exposition durch eine Vitrine mit Repliken historischer Diamanten. Beispielhaft für die vielen spannenden Geschichten dieser Kollektion ist der Koh-i-Noor. Das Original dieses von einem persischen Schah als „Berg des Lichts” bezeichneten Edelsteins stammt aus Indien, wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals blutig den Besitzer, bevor es durch britische Kolonialbeamte ins englische Königshaus gelangte, umgearbeitet wurde und bis heute, ausgestellt im Tower of London, die Krone der verstorbenen Queen Mary schmückt.

http://www.minsmlg.uni-jena.de/
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